Landeserziehungsgeld Bayern - was ist zu beachten und was hat sich zum 1.1.2017 geändert?

April 12, 2017

Nach dem Bezug des Elterngeldes (also frühestens ab dem 13. Lebensmonat) kann im Freistaat Bayern sog. Landeserziehungsgeld bezogen werden. Für das erste Kind werden für sechs Monate 150 EUR/mtl. gezahlt, für das zweite Kind zwölf Monate 200 EUR/mtl. und ab dem dritten Kind zwölf Monate 300 EUR/mtl. Vor dem Bezug des Geldes steht aber - wie so oft - das Ausfüllen eines Antrages. Dieser kann sowohl online als auch offline gestellt werden und kann hier abgerufen werden. Dort findet sich auch ein Online-Rechner, mit dem Sie schnell und einfach ermitteln können, ob Sie grds. einen Anspruch haben. 

 

Hängt das Landeserziehungsgeld vom Einkommen ab?

Ja, auf das Landeserziehungsgeld haben Sie dann Anspruch, wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten werden. Hier hat sich zum 1.1.2017 eine bedeutende Verbesserung für die Antragsteller ergeben. Die Einkommensgrenzen für Paare wurden zum 1.1.2017 von 25.000 EUR netto auf 34.000 EUR netto heraufgesetzt. Was in die Berechnung einfließt, ist im Einzelnen recht kompliziert. Sprechen Sie mich gerne dazu bei Fragen an. 

 

Welche Voraussetzungen muss ich sonst noch abseits der Einkommensgrenze beachten?

Sie müssen (i) mit dem Kind in einem Haushalt leben, (ii) dieses selbst betreuen, (iii) nicht "voll erwerbstätig" sein und (iv) seit mindestens zwölf Monaten in Bayern wohnen oder aus einem Land mit einem vergleichbaren Angebot zuziehen. Eine "nicht volle Erwerbstätigkeit" liegt bei einer Beschäftigung im Ausmaß von weniger als 30 Stunden im Durchschnitt vor. Für Auszubildende und Tagespflegepersonen gelten Sonderregeln. Welche das sind, lassen Sie uns im Bedarfsfall gerne besprechen. 

 

Spielen die Früherkennungsuntersuchung für die Gewährung des Landeserziehungsgeldes eine Rolle?

Ja, Sie erhalten nur dann Landeserziehungsgeld nur dann, wenn Sie die U6-Untersuchung gemacht und nachgewiesen haben. Die U6 ist für den 10 bis 12 Lebensmonat vorgesehen. 

 

Wann sollte man den Antrag stellen?

So früh wie möglich, damit es durch etwaige Verzögerungen durch Unterlagennachforderungen nicht zu einer Zahlungslücke kommt. Nach den Hinweisen des ZFBS bzw. des Ministeriums kann der Antrag frühestens ab dem 9. Lebensmonat gestellt werden. Zudem könnten Sie sogar Geld bei einem späten Antrag verlieren, da höchstens drei Monate rückwirkend gezahlt wird. 

 

Sie sitzen vor dem Antrag und wissen nicht, wie Sie auf einzelne Fragen antworten sollen bzw. was die Beantwortung bewirkt?

Der Antrag ist - wie auch derjenige für das Elterngeld - sehr komplex. Zwar lässt sich durchaus einiges im Internet, z.B. auf der Seite des ZBFS finden, das beantwortet aber sich nicht alle Fragen. Ich biete Ihnen hier gerne gegen eine geringe Pauschale meine Hilfe an. Es geht mir hier vor allem darum, Sie durch den Antragsdschungel zu leiten. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie ein wenig Unterstützung gebrauchen könnten oder gerne mal eine zweite Meinung hätten bzw. natürlich auch dann, was ich nicht hoffe, Ihnen ein Antrag zu Unrecht abgelehnt wurde. 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload