Textilkennzeichnung - Genauigkeit ist gefragt

July 6, 2017

Bei der Textilkennzeichnung ist Genauigkeit gefragt. Im eigenen Interesse sollten nur die zulässigen Bezeichnungen der EU-Textilkennzeichnungsverordnung verwendet werden. Es zeigt sich in der Praxis, dass es hier immer wieder Unsicherheiten gibt. 

 

Ein aktueller Fall, der vom LG Köln nun dem Europäischen Gerichtshof ("EuGH") vorgelegt worden ist, betrifft die Frage, wie Textilien zu kennzeichnen sind, die nur aus einer Faser bestehen. Gemäß Art. 7 EU-Textilkennzeichnungsveordnung besteht die Möglichkeit (??), die Textilien in diesem Fall mit dem Zusatz "100%", oder "rein" oder "ganz", also z.B. "100% Seide" oder "reine Seide" etc. zu kennzeichnen. Umstritten ist jedoch, ob es sich hierbei um eine Möglichkeit oder Verpflichtung handelt. Dies ist Gegenstand der aktuellen Vorlageentscheidung an den EuGH. Wer also Textilien anbietet, die ausschließlich aus einer Faser bestehen, der sollte genau aufpassen, wie er bzw. sie seine Produkte anbietet. Bei Fragen zur Auslegung und praktischen Tips stehe ich stehe zur Verfügung. 

 

Dr. Lars Maritzen LL.B MLE 

Rechtsanwalt 

E-Mail: lars.maritzen@commari.de 

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