Einwilligung für Versandstatus-Mitteilung notwendig

May 10, 2018

Vielfach kam in den vergangenen Monaten die Frage auf, wie und in welcher Form darüber zu informieren ist, dass ein Onlineshop seine Produkte über DHL, DPD etc. verschickt. Die Antwort ist vergleichsweise einfach: Ja, es ist in der Datenschutzerklärung zu informieren; die Übermittlung selbst lässt sich auf Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO stützen. Denn ohne Mitteilung der Versandadresse wird ein Paket wohl nur schwer den Empfänger erreichen (können). 

 

Etwas schwieriger liegt der Fall jedoch, wenn es um die Versandstatus-Mitteilungen, z.B. von DPD, per E-Mail geht, m.a.W., wann das Paket den Kunden erreicht. Hier passt Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO nicht, denn für die Vertragserfüllung brauchen DPD oder DHL nicht die E-Mail Adresse, sondern lediglich die Anschrift. Daher wird vielfach auf die berechtigten Interessen abgestellt (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO). Dieser Idee ist die Datenschutzkonferenz (DSK) jedoch entgegengetreten. In einem Beschluss hält die DSK dazu fest (hier abrufbar)

 

"Die Übermittlung von E-Mail-Adressen durch Onlinehändler an Postdienstleister ist nur bei Vorliegen einer Einwilligung der Kunden in eben diese Übermittlung rechtmäßig. Die Praxis hat gezeigt, dass es vielen Onlinehändlern möglich ist, die Zustellinformationen selbst an den Kunden weiterzugeben bzw. einen Link zur Sendungsverfolgung in die eigene Bestellbestätigung einzubinden."

 

Die DSK fordert somit die Einholung einer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO). Was ist nun zu tun: Wenn Sie auch solche Versandstatus-Nachrichten verschicken lassen, dann Sie im Bestellablauf über eine Check-Box eine entsprechende Einwilligung einholen. Gerne unterstütze ich Sie bei der konkreten Umsetzung. 

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